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Schlemmen auch bei Diabetes Typ-2 ?

Die Ernährung ist ein wichtiger Baustein bei der Behandlung eines Typ-2-Diabetes. Patienten können mit dem, was sie Tag für Tag zu sich nehmen, entscheidend mitwirken, um Blutzuckerspitzen nach dem Essen zu vermeiden und langfristig die Werte zu bessern. Mit einer gesunden Ernährung kann sich, vor allem in Kombination mit ausreichend Bewegung, oft die Insulinresistenz wieder bessern, die der Krankheit zugrunde liegt.

 

Wenn das Bäuchlein weg soll.

Mit einer Radikaldiät innerhalb kurzer Zeit abzuspecken ist in der Regel nicht empfehlenswert. Die Erfolge sind nur von kurzer Dauer und der Jo-Jo Effekt meist enorm. Vielmehr sollten Menschen mit Typ-2-Diabetes darauf achten,  abwechslungsreich zu essen und sich mehr zu bewegen. Auf diese Art und Weise kommen Sie so dem gesundheitlich sinnvollen Gewicht ganz langsam, aber dafür dauerhaft, näher. Reduzieren Sie ausserdem Stress und entdecken Sie etwas das Ihnen Spass macht. Vielleicht möchten Sie mit uns kegeln oder wandern?

 

Typ-2-Diabetes  und die Apfel-Figur.

Bei gesunden Menschen sorgt Insulin dafür, dass der Zuckerstoffwechsel sich im Gleichgewicht befindet. Bei Typ-2-Diabetes ist dieses Gleichgewicht gestört. Die Zellen sprechen auf Insulin nicht mehr richtig an.  Ärzte sprechen von einer Insulinresistenz. Dadurch wird weniger Zucker in die Zellen geschleust und der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht.

 

Die Insulinresistenz hat verschiedene Gründe. Einer der wichtigsten ist, neben einer erblichen Veranlagung, das Übergewicht.

Menschen mit der sogenannten Apfel-Figur sind rund an der Taille. Die Arme, Hüften und Beine sind meist schlank. Bei der runden Taille  liegt das Problem, denn dieses Fettgewebe ist kein reiner Ballast, sondern es ist im Gegenteil hochaktiv. Unter anderem schüttet es Hormone aus, die die Insulinempfindlichkeit der Zellen beeinflussen. Fett am Bauch fördert eine Insulinresistenz ganz besonders. Ebenso fördert es leider Entzündungen, Herz-Kreislauf Erkrankungen und Krebs.

 

Deshalb ist gerade für übergewichtige Menschen mit Diabetes Typ 2 eine fettreduzierte, ausgewogene Ernährung wichtiger Teil der Behandlung. Insbesondere versteckte Fette in Wurst, Fleisch, Käse, Saucen, Fertiggerichten, Süßigkeiten und Kuchen oder Gebäck sollten Sie im Auge behalten und sie jedoch nicht gänzlich aus Ihrem individuellen Ernährungsplan streichen. Essen Sie mit Bedacht.

 

Hier geht es zur Ernährungspyramide von AstraZenica.

 

Tipps für ein "leichteres" Leben.

  • Bauen Sie Ihr Übergewicht langsam, aber dauerhaft durch Kalorienreduktion ab.
  • Essen Sie alles, aber mit Bedacht.
  • Treiben Sie regelmässig Sport.
  • Integrieren Sie regelmässige Bewegung in Ihren Alltag und fahren Sie z.B. einmal mit dem Fahrrad zum Einkaufen.
  •      Trinken Sie täglich mind.1,5 l Wasser oder ungesüßten Tee. Auf Alkohol sollten Sie nach Möglichkeit nahezu vollständig verzichten.
  • Vermeiden Sie Süßstoffe.
  • Essen Sie keine Fertigprodukte, keinen gesüßten Joghurt oder trinken Sie keine Fertig-Fruchtsäfte.
  • Vorsicht bei Light-Produkten. Wo "fettreduziert" darauf steht, kann mehr Zucker als Geschmacksträger enthalten sein.
  • Anstatt auf gesättigte Fettsäuren, die vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milch und Käse stecken, lieber auf ungesättigte Fette setzen. Diese sind etwa in pflanzlichen Produkten wie Olivenöl enthalten und können dazu beitragen, den Anteil an LDL-Cholesterin im Blut zu senken.
  • Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot, Vollkornmehl oder Hülsenfrüchte. Sie sättigen länger, verlangsamen den Blutzuckeranstieg und wirken günstig auf die Blutfette.
  • Essen Sie möglichst nur 3 Hauptmahlzeiten pro Tag und wählen Sie als Zwischenmahlzeiten Obst und Rohkost. Essen Sie Süßigkeiten nicht, wenn Sie Hunger haben, sondern nur im Anschluss an Mahlzeiten. Vermeiden Sie sehr zuckerhaltiges Obst, wie z.B. Trauben oder Datteln.
  • Bei hohem Blutdruck sollten Sie Ihr Essen sparsam salzen.
  • Reduzieren Sie Stress.
  • Nehmen Sie Antioxidantien zu sich. Das sind z.B. die Vitamine C (Beerenobst wie Blaubeeren oder Stachelbeeren) und E (Mandeln und Haselnüsse) und das Spurenelement Selen.
    • Als zuverlässig gute Selenlieferanten gelten:
      • Innereien
      • Eigelb
      • Fische und Krustentiere
      • Linsen, Sojabohnen und Spargel
      • Kokos-, Erd- und Paranüsse
      • Vollkorngetreide aus selenreichen Anbaugebieten
  • Würzen Sie mit Kurkuma, denn dieses wirkt stark antioxidativ und entzündungshemmend und kann daher bei nahezu jeder chronischen Problematik (oder ihrer Prävention) eingesetzt werden – ganz gleich ob bei Lungenkrankheiten, Darmerkrankungen, Leberproblemen, Alzheimer, Diabetes oder Krebs.
    • Tipp von uns für Sie:
      • Morgens einen kleinen Becher Natur Joghurt mit einem Teelöffel Leinöl und einem Teelöffel Kurkuma zu sich nehmen.

 

Quellen:

(1) www.diabetes-ratgeber.net

(2) www.zuckerkrank.de

(3) vitamine-ratgeber.com

(4) www.zentrum-der-gesundheit.de